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Stadt Bern begrüsst Aktionsplan gegen Radikalisierung

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26 Massnahmen umfasst der Nationale Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus (NAP), welcher am 4. Dezember 2017 vorgestellt wurde. Die Stadt Bern begrüsst die schweizweiten Anstrengungen und den präventiven Ansatz, welche durch das nationale Impulsprogramm verfolgt werden. Sie will sich insbesondere dafür einsetzen, die Vernetzung der involvierten Behörden, Fachpersonen und Organisationen für den institutionalisierten Informationsfluss voranzutreiben.

Der Nationale Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus (NAP) verfolgt insbesondere das Ziel, die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus zu institutionalisieren und so einen raschen und koordinierten Informations- und Erfahrungsaustausch sicherzustellen. Hierfür wurden fünf Handlungsfelder mit insgesamt 26 Massnahmen definiert, welche die Prävention als oberstes Ziel verfolgen.

Die Stadt Bern konnte die Erarbeitung des NAP aktiv mitgestalten und unterstützt die wichtigen und richtigen Massnahmen. Dass die Städte – welche bezüglich der Themen der Radikalisierung und des gewalttätigen Extremismus in besonderem Masse exponiert sind – für die Erarbeitung einbezogen wurden, unterstreicht den breit abgestützten Ansatz. Wichtig bleibt, dass die lokalen Behörden nun auch die Folgearbeiten eng begleiten können, damit die definierten Massnahmen optimal in die Praxis umgesetzt werden.

Engagement der Stadt Bern

Die Stadt Bern führt seit 2014 die Fachstelle Radikalisierung und konnte in den vergangenen Jahren grosses Knowhow aufbauen. Dabei zeigte sich insbesondere, dass aufgrund der interdisziplinären Fragestellungen die Vernetzung der involvierten Fachstellen, Behörden aber auch privater Organisationen vorangetrieben und der Informationsfluss geregelt werden muss. Für die präventive Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus müssen der Staat, Migranten-, Sport-, Jugend- und Frauenvereine, Fachpersonen, Hilfswerke, Jugend-, Schul- und Sozialbehörden, psychiatrische Dienste, Polizei, Nachrichtendienst und religiös tätige Organisationen eng zusammenarbeiten und diese Zusammenarbeit institutionalisieren. Die Stadt Bern setzt sich zum Ziel, diese Vernetzung, welche auch das gegenseitige Verständnis fördern soll, in der Region Bern rasch voranzutreiben und hofft, durch den NAP die notwendige Unterstützung zu erhalten.

Ich bin davon überzeugt, dass die Vernetzung, das gegenseitige Verständnis und der geregelte Informationsfluss insbesondere auch zwischen den involvierten Behörden zentral sind, um das Thema Radikalisierung und gewalttätiger Extremismus angehen zu können. Hier wollen wir als Bundeshauptstadt unsere Verantwortung wahrnehmen und insbesondere das professionelle Case-Management weiter ausbauen. Die rasche Etablierung eines Runden Tischs für die Region Bern ist mein Ziel. Zudem müssen offensiv angelegte Sensibilisierungskampagnen lanciert und Schlüsselpersonen geschult werden. Die Städte sind hier zentrale Drehscheiben, darum muss den lokalen Behörden für diese sensible und weitreichende Aufgabe Mittel und Kompetenzen zur Verfügung gestellt werden, um ein effizientes Bedrohungsmanagement etablieren zu können.

Kategorie: Bern, Sicherheit, Soziales | Kommentar schreiben

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Reto Nause

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